Kritiken und Presseberichte:"Oma ist jetzt bei Facebook"

 


Neunkirchen 

Fröhlich altern in Jacques' Bistro 
Detlev Schönauer erntete viel Applaus bei seinem Auftritt in der Neunkircher Gebläsehalle 
Von kev, 27.10.2014 00:00
Detlev Schönauer in seiner Paraderolle als Jacques. Foto: SZ-Archiv Foto: SZ-Archiv
Ob  soziale  Netzwerke  oder  Seniorenteller  mit  Konservierungsstoffen  -  Detlev  Schönauer  nahm  auch  bei
seinem aktuellen Programm "Oma ist jetzt bei Facebook" kein Blatt vor den Mund.  Die  Lacher  des Publikums
waren ihm gewiss. 

Ob soziale Netzwerke oder Seniorenteller mit Konservierungsstoffen - Detlev Schönauer  nahm auch bei  seinem aktuellen
Programm "Oma ist jetzt bei Facebook" kein Blatt vor den Mund. Die Lacher des Publikums waren ihm gewiss.
Detlev Schönauer  ist  ein  "alter Hase",  was  Kabarett  und  Comedy  angeht  und  hat in der saarländischen Fernseh- und
Bühnenlandschaft mittlerweile Kultstatus erreicht.  In  seinem  Programm  "Oma  ist  jetzt  bei  Facebook - fröhlich  altern  in
Jacques' Bistro"  zeigte der Kabarettist am Samstagabend in der Neunkircher Gebläsehalle die Freuden am  Älterwerden
 auf und vermittelte den über 400 Zuschauern,  dass man im Seniorenalter  "froh  über  jeden  Konservierungsstoff  ist,  den
man mit der Nahrung aufnehmen kann". Das Thema Essen spielte  in  seinem  Programm  eine  wichtige  Rolle,  so  stellte
Jacques fest, dass  das  Wort  "Vegetarier"  aus  dem  Indianischen  kommt  und  so  viel  wie  "Der zu blöd zum Jagen ist"
bedeutet.

Schönauers Figur "Jacques" brachte den vielen älteren Zuschauern  im  Publikum  neue  Medien  näher  und  erklärte,  wie
das soziale Netzwerk "Facebook"  funktioniert:  "Das  ist  der  erste  Ort,  an  dem  die  Menschheit  gelernt  hat  zu  teilen",
verwies  er  auf  die  Möglichkeit,   Beiträge   mit   Freunden  auf  dieser  Plattform  zu  teilen.   Auf  Facebook  könne   man
manipulierte und optimierte Fotos von sich  hochladen,  mit  Freunden  chatten  und  die  "nervige Verwandtschaft"  einfach
so "entfreunden", also aus der Freundschaftsliste entfernen.  Er  ging  ein  auf  die  "lästigen  Spieleanfragen",  und  darauf,
dass "Facebook vielen hilft, ihre eigene Dummheit bekannt zu machen".

Aber es wurde auch nostalgisch.  So  schwelgte  Jacques  in  Erinnerungen  an  Telefone  mit  Wählscheiben,  verglich  sie
mit   modernen  Handys;  erinnerte  an   Telefonzellen,   Kassetten,   alte  Fernsehsendungen  und   Werbespots.   Und   die
Werbesports  der  1960er  und -70er  Jahre  konnten  die  Zuschauer   in  der  Gebläse-Halle  dann  problemlos  ergänzen.
"Damals war die Welt noch in Ordnung. Der Mann ging auf die Arbeit und die Frau war daheim", sagte Jacques.

Schönauer   beherrscht   nicht  nur  den französischen  Akzent.   Er  machte  auch   weitere   Dialekte   wie   Rheinhessisch,
Schwäbisch, Rheinländisch, Pfälzisch,  Schweizerdeutsch und  Bayerisch  nach.  Für  Abwechslung  in  jeder  Hinsicht  war
also gesorgt.



 

Zurück zur Startseite "Kritiken und Presseberichte"