Kritiken und Presseberichte:"Schwenker's Paradise " (Saar-Programm)
Schwalbach 

Den Saarländern in "Jacques Bistro" aufs Maul 
geschaut 

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"Schwenker's Paradise ist das Saarland." Tosender Applaus. (Veröffentlicht am 24.06.2013) 

Schwalbach. Doch vom Plan  -  das  Saarland ins Reich neueinzugliedern,  als Touristenattraktion,  gar unter
pfälzischer Vorherrschaft  -  waren die Gäste von "Jacques Bistro"  ebenso wenig begeistert wie Bistrobesitzer
Jacques alias Detlev  Schönauer.  Am  Freitagabend  machte  der  Kabarettist  im  Rahmen  der  Musikfestspiele
Saar  in  Schwalbach  Station.  Sehr  zur  Freude  von  Oberbürgermeister  Hans-Joachmin  Neumeyer und dem
Festspieleleiter Robert Leonardy,  der "Humor  gegen die  Unbill des Lebens"  empfahl.  An  diesem  Abend  ein
leicht zu beherzigender Rat. 

Im   fast   voll  besetzten   Gemeindesaalbau   begrüßte   Schönauer   zunächst   als   geschwätziger  Jacques  in
Französisch   gefärbtem   Saarländisch   das   Publikum    von    "Schwale-di-bach".    Auch   die    Zugezogenen,
Auswärtigen und sogar die Pfälzer,  "die natürlichen  Feinde der Saarländer."  Dass Jacques in mehr als dreißig
Jahren seine saarländische Lektion gelernt hat, bewies er nicht nur mit seiner saarländischen Völkerkunde. Für
seine profunden Kenntnisse  saarländischer  Sprachregelungen  ("holle"  statt  nehmen,  "genn"  statt  werden)
und Alltagskommunikation ("Unn?" "Och joo") hat er dem Saarvolk lange aufs Maul geschaut.  Und auch  in die
Häuser und Garagen der  Eigenheimprofis,  wo  er  sich  als  Arbeitssklave  für  zwei  Kisten  Karlsberg  verdingt
hatte.   Dabei   stieß  er   auf   allerhand   "organisiertes"   Werkzeug  aus  hiesigen  Betrieben  und  natürlich  auf
Schwenker  (englisch  nennt  er  es "swinging barbecue") - ebenfalls "organisiert", wenn nicht gar eigenhändig
"uff de Schaff" angefertigt. Dass die saarländische  Kultur  auf drei Beinen - gehend  oder  stehend - möglicher-
weise unzulänglich, aber dennoch liebenswert ist, davon zeugte Schönauers kabarettistische  Liebeserklärung
an die Saar, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. 
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