Kritiken und Presseberichte:"Karnevalauftritte beim KCK Mainz"

 

Redner für TV-Fastnacht stehen fest - 
Überraschende Premiere für Guckelsberger 
02.02.2010 - MAINZ        

Von Monika Nellessen 
Mit traditioneller Sitzungsfastnacht will das ZDF bei der diesjährigen TV-Sitzung "Mainz bleibt Mainz" am  12. Februar  den
Quotenerfolg  sichern.  Die  politisch-literarische  Fastnacht vertreten   Friedrich Hofmann ("Till"),  Jürgen Dietz  ("Bote vom
Bundestag") und Hans-Peter Betz ("Guddi Gutenberg"), der auch Sitzungspräsident ist.  Zu  den  insgesamt  acht  Rednern
gehören außerdem "Hoppes" Hans Joachim Greb,  Michael Emrich als "typisch Deutscher Ehemann", "Bauer"  Alexander
Leber und "Messdiener" Andreas Schmitt.  Eine überraschende Premiere in der Live-Sendung soll Adi Guckelsberger mit
einem "Best of" seines "Nachtwächter"-Vortrags feiern. Vor vier Jahren hatte das ZDF den MCV-Aktiven nach der
Generalprobe wieder ausgeladen. 

Als musikalische Trenner zwischen den Vorträgen treten - das ist das zweite überraschende  Comeback - der Brezelmann
"Buddy Becker" (70) sowie Thomas Neger mit jeweils kurzen Schunkelliedern und auch die "Altrheinstromer auf. Als Tanz-
gruppen wählte ZDF-Redakteur  Peter Walscheid das  TMS-Ballett aus Mainz-Bretzenheim und das  Ballett des TV Mainz-
Kostheim aus. 
Über eine Premiere in  der Mainzer Fernsehfastnacht  darf sich  die junge  Gesangsstudentin Marike Senft (24) freuen,  die
mit Ellen Frieses Hit  "Kinder wir leben nur einmal"  beim MCC ihr souveränes  Debüt gab.  Längere  musikalische Auftritte
haben die "Schnorreswackler" und die "Mainzer Hofsänger", die allerdings kein politisches Potpourri singen,  sondern sich
in einem Medley den "Fernsehköchen der Nation" widmen werden.        
Dass Andy Ost und das Duo Martin  Heininger  und  Christian  Schier  nicht  zu  "Mainz  bleibt  Mainz"  eingeladen  werden,
begründeten Peter Walscheid und ZDF-Unterhaltungschef Manfred Teubner  mit dem Sendekonzept.  Sobald  sich Vortrag
und   Gesang  in  einer  Auftrittsnummer  abwechselten,   zappten  Zuschauer  weg.   Das   lasse   sich  in  der   alljährlichen
Auswertung der Zuschaueranteile nachweisen.  Auch  bürgten  "moderne  Nummern"  nicht automatisch  dafür,  dass  mehr
jüngere Zuschauer einschalteten.  ZDF-Redakteur Walscheid bezog sich dabei auf Zahlen aus dem vergangenen Jahr,  als
der SWR die Live-Sendung  verantwortete.  Damals habe der Marktanteil  insgesamt bei 23,3 Prozent  gelegen,  was 6,48
Millionen Zuschauern entsprach. Der Marktanteil bei den 14- bis  49-Jährigen erreichte 5,9 Prozent. 

Abfolge 
Einmarsch der Garden/Begrüßung Sitzungspräsident Betz (GCV) 
Till: Friedel Hofmann (MCC) 
Sängerin Marike Senft (MCC) 
Hoppes: Hans Joachim Greb (KCK) 
Buddy Becker (MCV)
Bundestags-Bote: Jürgen Dietz (MCV) 
TMS Ballett (MCC) 
Ehemann: Michael Emrich (GCV)
 "Schnorreswackler" (GCV) 
Nachtwächter: Adi Guckelsberger (MCV) 
Altrheinstromer (KCK) 
Guddi Gutenberg: Hans-Peter Betz (GCV) 
Ballett TV Kostheim (KCK) 
Bauer: Alexander Leber (MCV) 
Thomas Neger (MCV) 
Messdiener Andreas Schmitt (MCV)
Hofsänger (MCV) 

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02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
Bei allem Respekt... 
Ich frage mich wer hier hetzt? GCV Aktive  oder die Verfasser der letzten beiden Kommentare. Einer gibt wenigstens zu
nicht in Gonsenheim gewesen zu sein. Mein Tipp: Erst anschauen und dann urteilen! In diesem Jahr wird die Jugend bei
der Fernsehsitzung wirklich ausgesperrt. Ein Andy Ost hat dies auch zu spüren bekommen und nicht nur besagt 
GCV Aktive. Wie alt ist denn der jüngste Redner??? 50 oder älter?        

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
TV Sitzung "Mainz bleibt Mainz" 
Da sieht man doch mal wieder, dass die Mainzer Fassenacht von einer reinen Männerwelt beherrscht wird. Die 
Weiblichkeit darf nur singen oder tanzen. Ist denn in den vier Kooperationen kein Vortrag einer "Weiblichkeit", die es
verdient hätte, bei der Fernsehsitzung aufzutreten? In den letzten Jahren ging es doch auch. Bin mal gespannt auf die
Einschaltquoten. 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
der Fisch stinkt vom kopf       
Den Vortrag des Herrn Adi "Nachtwächter" zu präsentieren finde ich nicht gut. Den kann jeder bei "Hessen lacht zur 
Fastnacht" auch original sehen! Auch sollte mal ein jüngerer Sitzungspräsident mit etwas esprit die Fernsehsitzung
leiten. Weder als Sitzungspräsident (völlig humorlos) noch als Redner ist  Herr Betz noch Spitze. 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert.        
Super Entscheidung!!! 
SO HEISST ES NATÜRLICH: NEID MUSS MAN SICH ERARBEITEN; MITLEID BEKOMMT MAN GESCHENKT!!! 
Trotzdem schenke ich mein Mitleid dem GCV! Wie arm muss man sein, bei Vorträgen oder Liedern nur auf andere 
Vereine,  Redner und Gruppen schlechte Witze zu machen. Herr Betz sagt es ja selbst: Ich hoffe, dass ich niemanden
 vergessen hab zu beleidigen... Vielleicht sollte man überlegen überhaupt noch mit so jemanden auf der Bühne zu stehen.    
Ich war in dieser Kampagne auf einigen Sitzungen (MCV, MNC und Bohnebeitel).  Da geht es auch ohne Hetzereien auf 
andere... Armes Gonsenheim!!! 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
Super Entscheidung!!!        
endlich haben die verantwortlichen mal gemerkt, dass es nur einen verein in mainz gibt, in dem die sogenannten "künstler"
über kollegen aus anderen vereinen herziehen und das weit unter die gürtellinie geht. weder beim mcv,  mcc oder kck 
haben es die redner, sänger oder gruppen nötig sich auf übelste art und weise auf kosten ihrer kollegen witze zu machen. 
hut ab vor der entscheidung endlich den gcv'lern das handwerk zu legen. wird endlich zeit, dass dieser arrogante herr betz
auch noch abgesetzt wird. sowohl als redner als auch als sitzungspräsident. da sollte die verjüngung auch endlich 
stattfinden! beim mcv gibt es doch einen jungen sitzungspräsidenten, beim mcc ebenfalls... und zum thema hofsänger nur
soviel: ein finale ohne sie ist wie silvester ohne raketen oder ostern ohne ostereier... wie heißt es so schön: neid muss man
sich erarbeiten, mitlaid bekommt man geschenkt! und ich schenke es dem gesamten GCV!!! 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert.        
Schon wieder nicht 
Hätten die nicht endlich mal die furchtbar nervenden Hofsänger streichen können. Da muss man immer hoffen, dass die 
zum Schluss  kommen und der Aus-Knopf betätigt werden kann. 

02.02.2010 Dieser Kommentator  ist bei uns nicht registriert. 
Zum Abgewöhnen 
Oh mein Gott, Rentner-TV vom Lerchenberg. Urgs. Geht ja gar nicht das Programm. Hofsänger enteiert. Die Bohnebeitel 
nicht mehr dabei (Einziger Lichtblick das letzte Jahr). Das  ist ja schlechter als jeder Dorfsitzung, was da angekündigt 
wurde. Und das mit meinen GEZ-Gebühren. Kann ich mir die anteilig auszahlen lassen? Ein Gutes hat das Desaster. Ich 
kann den Fernseher rauslassen ohne Angst zu haben, dass ich was verpasse. Danke ZentraleDesFrohsinns.... 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert.
Neue Gesichter braucht die Fernsehfastnacht 
Einem baldigen Wechsel des TV-Sitzungspräsidenten kann ich nur zustimmen. Unsere Freunde aus Kassel u. Mannheim 
haben uns auch schon des öfteren darauf angesprochen und festgestellt, dass er nicht gerade  ein Sympathieträger des 
Frohsinns darstellt. Wir erleben seit Jahren den H. Guckelsberger als Redner, aber auch als Sitzungspräsident des 
Mainzer-Narren-Club im kurf. Schloss. Ein junger, dynamischer und wortwitziger Sitzungsleiter mit einer äußerst 
symphatischen Ausstrahlung. Er erinnert uns sehr an den unvergessenen Rolf Braun. 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht  registriert.
Wieso Überraschende Premiere für Guckelsberger?
Uns hat die ganzen letzten Jahre überrascht, dass der "Nachtwächter" nicht schon längst auf der Bühne von "Mainz bleibt 
Mainz" seine großen Mainzer Saalerfolge auch mal einem Millionen-Publikum präsentieren durfte. Danke an den neuen
ZDF-Fastnachts-Redakteur, dass er dies nun ändert -was eigentlich auch nach dem grandiosen Auftritt in der letztjährigen 
Domsitzung von vielen erwartet wurde- und diesem Vortragsstil endlich eine Chance gibt. Auch sollte man zukünftig einmal 
über den Wechsel des Fernsehsitzungspräsidenten nachdenken. Denn der amtierende ist ja nicht gerade eine 
ansprechende Visitenkarte für die Meenzer Fastnacht - als Redner jedoch große Klasse. 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
Nichtberücksichtigung Fastnachts-Agentur        
Wir können die Nicht-Berücksichtigung von Martin Heininger und Christian Schier absolut nicht nachvollziehen. Hätten die
Herren des ZDF nur einmal  kurz eine Sitzung des GCV und die Stimmung dabei genießen dürfen, könnte so eine absurde 
Entscheidung niemals getroffen werden! Schade für die beiden begnadeten Fassenachter, dass sie dieses Jahr nicht die 
ganz große Bühne erhalten werden...im Gegenzug darf man sich aber nicht beschweren, dass es wenig Nachwuchs im 
Fastnachtsbereich gibt....durch solche Aktionen fördert  man dies ja gerade zu! 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert.        
ich glaub das nicht... 
Ein Programm aus den 80zigern? Ein Buddy Becker der  weit über 70 zig ist, eine 24 Jährige, die singt: "Kinder wir leben
nur einmal" (wie passt denn das)??? Ein Guckelsberger der schon aussortiert  war? Vom Rest will ich nicht mehr 
schreiben. Unglaublich. Keine frische  junge Fassenacht. Na dann - "Gute Nacht". 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
TV-Fastnacht
Ich bedauere es sehr für Andy Ost, finde es total super, dass die GCV ler eins auf die Mütze bekommen haben mit ihren 
Parodien, obwohl es auch mal Zeit für die Hofsänger gewesen  wäre auf ihren "ewigen Thron" zu verzichten. Der Guddi 
als Sitzungspräsident  hätte auch gereicht. Endlich mal kein Wiesmann in der TV-Fastnacht. Insgesamt  finde ich das 
Programm super, denn die Erfahrung der letzten Jahre mit Tobias Mann hatte gezeigt, dass mit ihm auch die 
Einschaltquote nicht höher wurde und das Fernsehpublikum auch nicht jünger. Also 3 fach Helau ! 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
Neue Besen kehren gut.....!        
Die Zuschauerquoten der letzten Jahre haben doch gezeigt, dass -entgegen den vollmundigen Ankündigungen- junge 
Show- u. Comediantalente nicht so toll beim närrischen TV-Publikum ankommen. Daher finden wir es super, das
Altbewährtes mit neuen erfolgreichen Rednern -wie z. B. Adi Guckelsberger als Nachtwächter- endlich eine Chance 
erhalten. Wer so erfolgreich wie er in den letzten Jahren die Zuschauer in der Rheingolghalle (MCV) oder im  Mainzer 
Schloss (MNC)mit seinen großartigen Reimvorträgen von den Stühlen gerissen hat, der hat mit Recht einen Platz in 
der "Mutter aller Fastnachssitzungen" seinen Platz verdient. Man erinnert sich gerne an den großen Erfolg des  
Nachtwächters im vergangenen Jahr bei der ZDF-Domsitzung. Kompliment u. Glückwunsch an den Redakteur Peter 
Walscheid für diesen mutigen Schritt - die Zuschauer in ganz Deutschland werden es Ihnen danken. 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
@Schade 
Ja, geht uns genauso...dieses Jahr dann ohne TV-Fernseh-Sitzung. Schade, dass wir kein Quotenmessgerät haben.
Ich hoffe, die ARD macht es nächstes Jahr besser... 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert.
Arm, arm, arm... 
Die Begründung,  warum Heininger und Schier nicht auftreten, ist ja mal vollkommen albern. Statt frischer Wind wieder 
uralter Fastnachtsmief. Fehlt nur noch, das Jockel Fuchs wieder im Plenum sitzt und persönlich vom 
Sitzungspräsidenten begrüßt  wird. Warum sendet das ZDF nicht gleich eine Wiederholung von - sagen wir  - 1970. 
Das würde sicher ins Sendekonzept passen! 

02.02.2010 Dieser Kommentator  ist bei uns nicht registriert.
Zielgruppe voll getroffen 
Der Intendant kann stolz sein, der zuständige Redakteur des ZDF hat seine Vorgaben erfüllt. Um junge Leute, also 
unter 60!, auch garantiert vom Sehen der Fernsehsitzung abzubringen, wurde auf Altbewährtes zurückgegriffen. Kein 
Bohnebeitel oder  Vortrag, beim sich Gesang und Vortrag gar abwechseln, stören den freitagabendlichen 
Fastnachtskonsum bei Nüsschen und Bier! Hoffentlich verirrt sich nicht Frau  Familienministerin Köhler nach Mainz! Sie
könnte ansonsten vor jugendlichem Frohsinn und Lachen einschlafen! Mein Fazit: Alles wie erwartet! 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
Oldie-Sender ZDF 
Da werden sich die Senioren ja freuen.ZDF: Ein Sender, der halt die "Oldies" bedient auf Quote komm' raus.Die 
Jungen bleiben außen vor (mit Ausnahme der Schnorreswackler. Oder hat man wieder mal Angst die Fastnachts-
Urgesteine zu verärgern, weil sie parodiert werden? Die Sänger(innen) reißen ja auch keinen vom Hocker. Im  Übrigen:
Nichts gegen die nominierten Redner. 

02.02.2010 1040, dieser Kommentator ist bei uns registriert. 
Fernsehsendung Mainz bleibt Mainz
Ehrlich, das  ist ein Witz, dass eine Gesangsstudentin vom MCC jetzt das Lied von Ellen  Friese singt -ganz genau das -
das auch die Ingelheimer Konfettis in ihrem diesjährigen Potpourri hatten und dann aus Zeitgründen herausgenommen
haben.  Schließlilch singen die Konfettis sowhl beim MCV wie auch beim KCK und den  Einskalten Brüdern. Sachen
gibt's, die gibt's gar nicht! 

02.02.2010 Dieser  Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
Schade 
Programm von vor zehn Jahren genommen und für das neueste Konzept verkauft!Schaede um die zahlreichen  jungen
Aktiven der Mainzer Fastnacht! Ich freue mich bereits jetzt auf einen gemütlichen Abend in der Mainzer Altstadt
OHNE TV-Sitzung! Schade! 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert.
Endlich mol de Adi
 DAS Urgestein der Mainzer Fassenacht hatte es schon längst verdient dem Fernsehpuplikum seinen Nachtwächter zu
präsentieren. Wir in Ginsheim freuen uns auf den  Auftritt von Adi und wünschen ihm einen guten Erfog. 

02.02.2010 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert. 
Fastnacht ohne Andy Ost? Schade, wirklich schade, dass er nicht wieder dabei ist. Seinen ersten Auftritt haben wir
quasi noch im Ohr und hatten uns schon auf ihn gefreut! Nun ja, schaun'  mer mal... 

 

Spaß-Jumbo auf die "Kokoloren" 
26.01.2010 - MAINZ-KASTEL 

Von Monika Nellessen 

KCK Kasteler Narren haben bei amüsantem Langstreckenflug viel Wortwitz und treffsichere
Polit-Kritik an Bord

MAINZ-KASTEL. Einen Abend lang waren nur die schönen Seiten des Fliegens  das  Thema.  Denn  hoch  in  die
Lüfte entführte der Karneval-Club Kastel (KCK) die närrisch gestimmten Passagiere im  passend  ausstaffierten
Bürgerhaus Mainz-Kastel. Motto: "Flieg mit uns, von Sorgen frei, im Jumbo-Jet der Narretei". 

Mit Sitzungspräsident Werner Böttner als Kapitän im Cockpit erlebte das Auditorium eine knapp sechsstündige
Sitzung mit ausschließlich angenehmen Turbulenzen - die Lachmuskeln wurden natürlich schon strapaziert.

Der eine fliegt auf politische Zeitkritik, der andere auf Kokolores -  beide  Vorlieben bedient der  KCK  traditionell
gleichermaßen. So nimmt Rüdiger Schlesinger als "Advokat des Volkes" die Regierenden unter die Lupe - vom
neuen schwarz-gelben Kabinett mit der jugendlich-kinderlosen  Familienministerin, die sich den  Nachwuchs ja
"von der leihen"  könnte  (gemeint war  Kristina Köhlers Vorgängerin) bis hin  zur  Wohnbau-Affäre.  "Entgegen
der gewohnten Regel fiel Laub im letzten Jahr schon im Mai", sinnierte Schlesinger und nannte auch das
aktuelle Mainzer  Synonym für Beutel: "gerissener Sack". 

Zuvor hatte Protokoller Bardo  Frosch  souverän  das  politische  Geschehen  des  vergangenen  Jahres  Revue
passieren lassen,  begonnen  mit  dem  schmachvollen  SPD-Wahlergebnis  ("23  Prozent,  das  schmerzt  doch
sehr,  da hat doch jeder Obstler mehr")  bis  zur Ungeschicklichkeit der rheinland-pfälzischen CDU,  erst bei der
Nürburgring-Affäre anzugreifen und sich dann selbst durch Datenmissbrauch angreifbar zu machen. Als Dritter
im Bunde schickte  der  "Deutsche Michel"  Bernhard Knab  seinen  Enkel Marian voran,  der  seine Sache auch
bei einer "großen" Sitzung  gut machte.  Kurz,  in der politisch-literarischen  Fastnacht  gibt  es  beim KCK  viele
überraschende Loopings voller Wortwitz. 

Zum amüsanten Höhenflug in der Business-Class, Flugziel Kokoloren,  setzte  Hans-Joachim  Greb  an, dessen
"Hoppes" in dieser Kampagne gegen überflüssige Pfunde kämpft, denn  "das Körpergewicht,  das  eim  gehört,
hat  sich  abnormal  vermehrt".   Wenn  danach  "Apollonia"  Gaby  Elsener  das   System  der  Hotlines  und  die
Anglizismen im Deutschen aufs Korn nimmt,  verschlägt es  den  Zuhörern  vor  Wonne  die  Sprache:  Dass  sie
partout keine  20 Euro für eine  Verbindung zum  "Germann, Karl"  (German Call)  bezahlen will,  ist  nachzuvoll-
ziehen.   Warum  sie  dann  aber  im   Backshop  Nassecken  ordert   und  eine  "happy hour"  für  etwas  höchst
Unanständiges hält, lässt sich nicht  erklären - man  muss  es  hören.  In  dieser  Kampagne  ist  die  "Apollonia"
besonders gut... 

Das gilt ebenfalls für Alexander Leber.  Unter  dem Motto  "Bauer tauscht  Frau"  hat der Präsident  der  Nacken-
heimer Entenbrüder auch rechts des  Rheins  die  Lacher  auf   seiner  Seite  und  bekommt  Standing  Ovations.
Ebenso  gelang  dies  zu  später  Stunde  Detlev  Schönauer:   der  gebürtige  Weisenauer   empfängt  die   Flug-
reisenden im Ferienklub  "Paraiso Cocoloro"  und  hat  als  Profi-Kabarettist und  Wirt  von  Jacques`  Bistro  die
unterschiedlichsten Dialekte drauf. Aber auch Mainzerisches  -  so  klingt Sinatras  "My way"  hierzulande:  "Ich
find mein Meenz schee" singt Schönauer als viel umjubelte Zugabe. 

Ohne die kommt auch  Andy  Ost  nicht  von  der  Bühne.  KCK-Präsident  Ludwig  Hirsch  ist  stolz,  dem  Unter-
haltungsgenie einst den Weg in die Fastnacht geebnet zu haben.  Nun, nach  einem  Jahr  Pause,  ist  Andy  Ost
wieder da, ein tolles Comeback, nicht nur wegen einer umwerfend komischen Nummer, die  Wachs-Enthaarung
Enthaarung und Udo Lindenberg vereint. 

Ein    besonderes    Lob   verdient   Sitzungs-Regisseur   Rolf    Dreger,    der   auch   Zwischenstopps   einzelner
Passagiere auf der närrischen  Rostra  mit  eisernen  Nerven  einplant.  Beim  Langstreckenflug  im  Bürgerhaus
feierte Dreger seinen 66. Geburtstag - dafür  gab  es  ein  Extra-Ständchen.  Der KCK-Flug,  besetzt ebenfalls mit
gleichermaßen   adretten   "Stewardessen"   (KCK-Ballett "Step Touch" )   sowie   "Weather  Girls"   (FCV-Ballett
Inkognito),  brachte  auch  das Kunststück fertig,  die "Eisbären",  eigentlich in Gonsenheim zu Hause,  an Bord
zu holen.  Die junge Gesangstruppe  um Christopher Ludwig  und  Michael Kulwicki  gestaltete  ihren Auftritt mit
viel Engagement und schöner  Choreographie.  Ehrlicherweise  sind  es  bei  solchen  Auftritten  aber  vor  allem
mitreißende Musikstücke mit  Texten  zum  Mitsingen,  auf  die  sich  das  Publikum   besonders  freut.  Man  darf
gespannt sein,  ob  ein  junges  Ensemble  sich  diesem  Bedürfnis  nach  Hits  zum   Mitmachen,  dargeboten  in
kurz-überschaubaren Auftritten, mal  ganz  unverkrampft  annimmt - auch  wenn  beim  KCK  als  Routiniers  die
"Konfettis" natürlich wie immer zuverlässig für ein höchst stimmungsvolles Finale sorgen.          
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