Kritiken und Presseberichte:"Hänsel und Gretel mit der Deutschen Radio-Philharmonie "
INFO:

HÄNSEL und GRETEL - KINDER-VERSION

 1. Familienkonzert 
"Hänsel und Gretel" 

Sonntag, 11. Dezember 2011 | 10.00 und 12.00 Uhr | Hochschule für Musik Saar, Saarbrücken
Blechbläser der Deutschen Radio Philharmonie: 
Trompete: Robert Hofmann, Joachim Schröder, Uwe Zaiser und Peter Leiner 
Horn: Martina Reitmann und Wolfgang Böttger 
Posaune: Guilhem Kusnierek und Joachim Laukemper 
Tuba: David Polkinhorn 
Schlagzeug: Michael Gärtner 
Detlev Schönauer, Erzähler        

Engelbert Humperdinck 
"Hänsel und Gretel" 
in der Bearbeitung von Hans-Joachim Drechsler 
nach der gleichnamigen Märchenoper 
für einen Erzähler und neun Blechbläser 

Hänsel und Gretel - erzählt von dem Kabarettisten Detlev Schönauer
Ein altmodisches  Märchen  für Kids von heute,  die nur "Superstars"  oder  "Spongebob" kennen?  Noch  dazu als erzählte
Oper?  Wie soll das gehen?  Man soll Kinder  nie  unterschätzen:  Wenn man  ihnen die alte Geschichte der  Brüder Grimm
modern aufpeppt,  vielleicht etwas die Musik erklärt,  ihnen Instrumente vorstellt und  sie auch mitmachen läßt,  dann könnte
auch unser heutiger Nachwuchs durchaus Gefallen daran finden. 

Eine  kleine  Mietwohnung  in  Burbach:  die  arbeitslose  Mutter  des  gummibärchensüchtigen  (daher  recht  pummeligen)
Hänsel   und   der  altklugen   Kindergarten-Ballerina  Gretel,   hat  sich  überreden  lassen,   einen  Kuchen  für's   Kita-Fest
vorzubereiten.  Sie schickt ihre nervenden Kinder  zum Supermarkt,   um noch was einzukaufen. Doch süsse Verlockungen
dort zehren das Budget auf und die beiden beschließen, sich die Zutaten wo anders zu  besorgen. 

Als Vater Backes abends leicht angeheitert heimkehrt - er hat  heute endlich mal gut verdient  (schwarz)  -  sind  die  Pänze
immer noch nicht  zurück.  Die stellen derweil den Wald auf den Kopf und haben viel Spaß,  bevor  sie  sich  total  verlaufen:
was nutzt ein GPS-Handy, wenn der Akku leer ist?        

Alle Angst scheint zu Ende,  als  sie  endlich  auf  eine  coole  ältere Oma treffen, die in einer Art Süsswarenlager wohnt:ein
lustiges Haus voller Schokolade, Lakritze und Konfekt,  wo  sogar  die  Hühner  Überraschungseier  legen:  dort   finden die
Kinder bestimmt auch, was sie der Mutter mitbringen sollen… oder?        

Für Kinder ab 5 Jahren 
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Rezension Saarbrücker Zeitung v. 12.12.2011 

SR zeigt "Hänsel und Gretel" als diesjähriges 
Familienkonzert 

Detlev Schönauer als Erzähler und glänzend aufgelegte Blechbläser der Deutschen Radiophilharmonie: 
Das SR-Familienkonzert "Hänsel und Gretel" war eine Freude, überforderte aber die Kleinsten im  Publikum.

Saarbrücken. Adventszeit - Zeit für das jährliche Familienkonzert  des  SR. Gestern  in  der  Hochschule für  Musik gab es
"Hänsel und Gretel",  neu erzählt vom Kabarettisten Detlev Schönauer. Dazu Musik aus Engelbert Humperdincks Märchen-
oper  in  Arrangements  von  Hans-Joachim  Drechsler,  die  die  glänzend  aufgelegten  Blechbläser der  Deutschen Radio
Philharmonie   blitzsauber  präsentieren.  Schönauer  alias  Jacques  Bistrot  stellt   die   Geschichte   in  seinem  typischen
französisch-saarländischen     Slang    ins   Burbacher   Bergmanns-Milieu.   Vater Backes  und die  Mutter sind  arbeitslos,
Schmalhans ist Küchenmeister, die beiden Kinder darben vor allem an Süßigkeiten. 

Da trifft es sich gut, dass sich beide,  ungehorsam unterwegs, im Wald verirren und auf die Hexe in ihrem Süßwaren-Reich
treffen. Nach allerhand Hexen-Brimborium landet  diese  in  der  1000-Watt-Mikrowelle,  der Zauberbann  ist gebroche  und
die Familie wieder glücklich vereint.  Unterwegs  dürfen  die  Publikums-Kinder  "Ein  Männlein  steht  im Walde" mitsingen,
und Erzähler Schönauer singt gar mutig den weihevollen "Abendsegen". 

Stimmungsvolle Lichtregie sorgt für optische Imagination im  statischen Bühnenarrangement,  geht es doch vor  allem  ums
Zuhören.  Und  da sind  Vorschulkinder einfach überfordert und offenbar auch deren Eltern,  die  die  Altersempfehlung  des
Veranstalters nicht ernst genommen  haben.  So  rumort  es  im  Parkett  doch  recht ungeduldig  und  unkonzentriert.  Denn
Schönauers Texte bieten nicht nur Kindliches, sondern auch so manch kabarettistisches Schmankerl für die Älteren.

Das soll noch ausgebaut werden an diesem Mittwoch,  im  Ensemblekonzert  um 20 Uhr  am  gleichen  Ort.  Dort  wird eine
Fassung speziell für Erwachsene und weitere Blechbläsermusik zu hören sein. fa 

Saarbrücker Zeitung, Beitrag vom: 12.12.2011, 20:03 

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HÄNSEL und GRETEL - ERWACHSENEN-VERSION 

2. Ensemblekonzert 

Blechbläser der Deutschen Radio Philharmonie 
Mittwoch, 14. Dezember 2011 | 20.00 Uhr | Hochschule für Musik Saar Saarbrücken 

Detlev Schönauer, Erzähler 

Georg Friedrich Händel        
"Die Ankunft der Königin von Saba" 
Sinfonia zum dritten Akt des Oratoriums "Solomon" HWV 67 
in der Bearbeitung für Blechbläser von Paul Archibald 

Engelbert Humperdinck 
"Hänsel und Gretel" nach der gleichnamigen Märchenoper
in der Bearbeitung von Hans-Joachim Drechsler 
für einen Erzähler und neun Blechbläser        
mit einem Text des Kabarettisten Detlev Schönauer 

Ingo Luis 
"Weihnachtslieder-Medley"        
für Blechbläser-Doppelquintett 

Weihnachtliches   SR-Ensemblekonzert  mit  den  Blechbläsern  der  Deutschen  Radio  Philharmonie  und  dem
Kabarettisten Detlev Schönauer 

Die  Blechbläser  der   Deutschen  Radio   Philharmonie   und   der  Kabarettist   Detlev   Schönauer  laden   am   Mittwoch,
14. Dezember  um  20.00 Uhr  in  der  Saarbrücker   Musikhochschule  zu  einem weihnachtlichen Ensemblekonzert ein. Im
Mittelpunkt steht Engelbert Humperdincks Märchenoper "Hänsel und Gretel"  in einer  Bearbeitung   für  einen Erzähler und
neun Blechbläser mit einem Text des Kabarettisten Detlev Schönauer. Fanfarenklänge  aus Händels Oratorium  "Solomon"
(Arrival of the Queen of Sheba)  und ein  Weihnachtslieder-Medley für Blechbläser-Doppelquintett,  dessen eine Teilgruppe
eher klassisch, die andere eher jazzig behandelt  wird, umrahmen das Konzert. 

Bereits um 19.15 Uhr bietet  die  Musikvermittlerin und Konzertpädagogin Eva-Maria Binkle  einen  lebendigen Einblick ins
Konzert-Programm.  Mit Musiker-Interviews,   Hörbeispielen,   Bildern  und  spannenden  Hintergrundgeschichten  baut  die
Musikvermittlerin  Brücken  zwischen  Musik,  Musikern  und  Publikum.  Die Veranstaltung steht allen Musikfreunden  offen,
der Eintritt ist frei.       

KONZERTEINFÜHRUNG | 19.15 Uhr | Studio 6 SENDETERMIN | Direktübertragung  auf SR 2 KulturRadio

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Rezension Saarbrücker Zeitung v. 16.12.2011 

Hänsel und Gretel Backes 

Saarbrücken. Er ist ein  richtiges  Schlitzohr,  der  Kabarettist  Detlev  Schönauer  alias  Jacques Bistro.  Denn  was  er  in
seinem  Französisch-Saarländisch-Mix  daherschwätzt, ist  geschickt auf Wirkung  berechnet.  Alles klingt scheinbar locker
improvisiert, doch nichts ist dem Zufall überlassen.  Geschickt eingestreute kulturelle oder  politische  Nesseln  zeigen,  wie
rational seine Texte durchkonstruiert sind. 

Im 2. Ensemblekonzert  der  Deutschen Radio Philharmonie  (DRP)  war  Schönauer  am  Mittwoch in der Musikhochschule
Saar   der  große  Zampano.   Zusammen  mit  den  Blechbläsern  der  DRP  bot  er  eine  Kurzfassung  von  Humperdincks
Märchenoper "Hänsel und Gretel".  Er hatte sich eine  aktualisierte Version des Textes ausgedacht, die die Märchenmotive
ironisch  zuspitzte  und  in  unsere  Gegenwart   transponierte.  Die Musiker  illustrierten  seine Rezitation mit den populären
Humperdinckschen Melodien. Und so lernte man gutgelaunt die Völklinger Familie  Backes kennen.  Vater und Mutter  sind
arbeitslos, die Kinder Mike und Vanessa gummibärchensüchtig. Auf der Suche nach Süßigkeiten gelangen die beiden in
die Fänge einer Hexe oder, besser gesagt, eines Hexerichs (mit der gut imitierten Stimme Marcel Reich-Ranickis
übrigens), der nach vielem Hin und Her in einer 1000-Watt-Mikrowelle landet. 

"Heiter ist  die  Kunst",  urteilte  Schiller.  An  diesem  Abend  zumindest  war  es  so. Die Blechbläser der DRP musizierten
gelöst  und  fehlerfrei.  Man  merkte  deutlich,  dass  ihnen  die  Sache  ähnlich  viel  Spaß  machte  wie  dem  verschmitzten
Märchenonkel. Und als der sich nicht scheute, lauthals den "Abendsegen" mitzusingen, hielten sie mit Beifall nicht zurück.

Die  DRP-Blechbläser  hatten  den  Abend  festlich  mit  einer  Sinfonia aus Händels Oratorium "Solomon" eingeleitet. Zum
stimmigen   Kehraus  konzentrierten  sie  sich,   geteilt  in  ein  Doppel-Quintett,  auf  (leicht verjazzte)  Weihnachtslieder  im
Arrangement von Ingo Louis. pes 

Saarbrücker Zeitung
Beitrag vom: 16.12.2011, 00:07 
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