"Abschieds-Tour  -  40 Jahre Kabarett"
Das Abschieds-Programm zum Bühnenende von 
Detlev Schönauer
Best-of 40 Jahren Kabarett

Abschied

Best-of 40 Jahren Kabarett  - Jacques' Bistro
Detlev Schönauer 
wird zum März 2021 die Bühne verlassen und in den wohlverdienten kabarettistischen Ruhestand gehen.
Aber keine Angst: zuvor bietet er seinen vielen Fans noch einmal Gelegenheit, seine besten Nummern aus 40 Jahren Kabarett auf einer speziellen Abschieds-Tour zu erleben.

Aus seinen über 20 abendfüllenden Programmen, wie „Geist ist geil“, „Oma ist jetzt bei facebook“, „Frauen-verstehen in 100 Minuten“, aus seinen überaus erfolgreichen Kirchenkabarett-Programmen, sowie seinen vielen Auftritten bei „Mainz bleibt Mainz“ präsentiert Schönauer dabei Klassiker wie die „Beicht-App“ oder die „Geräuschvolle Zeichensetzung“, seine thekenphilosophi-schen Betrachtungen über „Dummheit und Intelligenz“, über Sprachen und Dialekte, sowie seine geistreichen Parodien von Marcel Reich-Ranicki, Emil oder auch Konstantin Wecker.

Auch musikalische Highlights wie „Der musikalische Anrufbeantworter“ oder der tiefsinnige melancholische Song „Wie haben wir das geschafft“ werden letztmals auf der Bühne zu sehen sein. Nicht verpassen!

Die allerletzte Gelegenheit, Detlev Schönauer in seiner Paraderolle, dem französelnden Bistrowirt „Jacques“ noch einmal live auf der Bühne zu erleben.



In eigener Sache:
Begründung für meinen Rückzug von der Bühne

Im vergangenen Jahr präsentierte ich mein neues Programm „Frauenverstehen in 100 Minuten“ - Männerphantasien in Jacques‘ Bistro“ in Saarbrücken. Es hatte am 14.9.2019 in der Bel Etage in Saarbrücken Premiere.

Leider haben mich die örtlichen Medien, allen voran die „Saarbrücker Zeitung“ bei der Bewerbung derart im Stich gelassen, dass es ausser einem winzigen Artikel (ca. 15 Zeilen) keinerlei weitere Hinweise gab. Selbst in der Veranstaltungsbeilage “Treff-Regional“ erschien: nichts!

Zudem gab es in Social Media im Vorfeld vereinzelte Boykott-Aufrufe gegen mich und meine Programme, sodass ich meine Premiere schließlich vor etwa 60 Zuschauern aufführte (von denen 20 eingeladene Gäste waren)

Diese Ignoranz seitens der Medien hat mich an dem Abend derart frustriert, dass ich vor meinem Programm dem sehr überschaubaren Publikum (und damit auch dem immerhin anwesenden SZ-Journalisten) angekündigt hatte, dass ich in Saarbrücken künftig nicht mehr auftreten werde. Zudem habe ich dann gleich auch mitgeteilt, dass dies meine letzte Premiere ist, da ich keine weiteren Programme mehr plane, sondern mich in absehbarer Zeit von der Bühne ganz zurückziehe.

Dabei ist Stichtag der 31.3.2021. Bis dahin biete ich meinen vielen Fans, die mich über lange Zeit begleitet haben, ein Best-Of-Programm, meine offizielle „Abschieds-Tour“ an.

Mein Bühnenabschied hat mehrere Gründe, die ich meinen Zuschauern auch nicht vorenthalten möchte:

Einmal ist es einfach altersbedingt: gerade komplette abendfüllende Kabarett-Programme strengen mich immer mehr an. Und nach fast 40 Jahren auf der Bühne, kann ich durchaus mal ans Rentnerdasein denken.

Daneben belasten mich aber auch immer mehr diverse Anfeindungen, Beleidigungen, Denunziationen und Boykott-Aufrufe (vor allem aus der linken Ecke).

Ich entstamme der 68er-Generation und habe noch nie meine Klappe gehalten wenn mich etwas stört - und das tue ich auch heute nicht.

Ob es jetzt um den Greta-Hype geht oder die Migrationspolitik der Regierung (wobei ich hier in der Hauptsache den Umgang mit kriminellen Zuwandereren anprangere). Auch die permanente Verbotspolitik der Grünen oder auch der unwürdige Umgang mit Leuten wie Trump oder Putin... Und und und... In vielen Dingen liege ich eben nicht auf dem Kurs des Establishments, nicht auf dem unserer Regierung und auch nicht auf dem unserer (links-grün unterwanderten) mainstream-Medien.

Da geht es mir ein bisschen wie den Kollegen Nuhr oder Steimle, Lisa Fitz und einigen anderen, die beschimpft, beleidigt und denunziert werden, weil sie sich wagen, das zu sagen, was sie (und sehr viele andere in diesem Land) denken.

Wie gesagt, es gab bei mir auch mehrere Boykottaufrufe (vor allem von Seiten der linksextremen „Antifa“) gegenüber Zuschauern und auch Veranstaltern. So sind auch Veranstaltungen kurzfristig abgesagt worden, weil die Veranstalter kalte Füsse bekommen haben. Und so etwas macht mir einfach kein Spass mehr.

Daher auch mein Entschluss, meine Bühnentätigkeiten an den Nagel zu hängen.

Die Zeiten sind leider sehr schwierig geworden. Es gibt nur noch zwei verfeindete Extreme, die politische Mitte ist gänzlich weggebrochen. Man kennt nur noch links ( = gut) und rechts ( = böse).

Sagt man heute etwas Kritisches gegen Freitagsschulschwänzer, gegen die „heilige“ (instrumentierte) Greta, gegen einen Umweltsau-Song, gegen illegale und kriminelle Migranten und fährt nicht gerade in der Spur der Angepassten und sogenannten „Gutmenschen“, dann wird man ganz schnell als Rassist, Populist oder Nazi verunglimpft. Und das muss ich mir nicht mehr antun.

Es fällt mir nach und nach immer schwerer, sorglos und unbeschwert meinen Beruf auszuüben und deshalb ziehe ich die Konsequenzen und höre damit eben auf. Denn mich - wie es leider viele meiner Kollegen tun - diesem politischen Kurs anzupassen und Politikern und Medien anzubiedern, das ist nicht mein Ding.

Dabei bin ich sehr froh, dass ich das heute auch nicht mehr nötig habe…

Ich werde selbstverständlich weiterhin meine Klappe aufreissen, vielleicht mehr noch als bisher… Vielleicht baue ich einen Videokanal auf - politisch oder auch „nur“ kabarettistisch... und ich möchte auch wieder mehr Bücher schreiben und Musik produzieren.

Allerdings ist durch diesen Entschluss meine Einkommenssituation etwas prekärer geworden: normalerweise hätte ich gerne noch ein paar Jahre weitergearbeitet, aber nun will und kann ich das nicht mehr so unbeschwert tun. Daher haben meine Frau und ich uns entschlossen, unser Rentnerdasein in einem anderen Land zu geniessen, in dem wir billiger, freier, unbesorgter und vor allem auch sicherer leben können als das hier mittlerweile möglich ist. Und so wandern wir demnächst nach Ungarn aus.

Die Vorbereitungen dazu sind auch schon recht weit gediehen: so haben wir uns dort, in der Nähe des Balaton, schon ein Häuschen gekauft, haben schon einige Kontakte geknüpft und sind fleissig am Ungarisch lernen, ja wir freuen uns auf einen ruhigen, sicheren und unbeschwerten Lebensabend.

Und alle, die mich bisher hier beleidigt, denunziert, verunglimpft und boykottiert haben, die können mich mal…

Bei jeder Meldung über neue Steuern, neue Verbote, bei jeder dilettantischen Entscheidung unserer Politiker, bei jeder Messerattacke, jedem terroristischen Angriff und anderer „Einzelfälle“ und bei jedem Beschwichtigungsversuch und Schönrederei wissen wir, dass wir genau den richtigen Schritt tun und zwar genau zur richtigen Zeit .

Meinem Publikum, meinen vielen Fans, die mir seit fast 40 Jahren die Treue halten, danke ich hiermit von Herzen und von denen möchte ich mich mit diesem Programm „Abschiedstour“ in gebühender Form verabschieden.

Und wenn in absehbarer Zeit die „Corona-Krise“ eingedämmt sein wird, die Normalität wieder Zugang gefunden hat und die Menschen wieder lachen möchten und ins Kabarett gehen, würde ich mich sehr freuen, dazu noch einmal beitragen zu dürfen.

Detlev Schönauer, 18.3.2010